Schreibprojekt: Faszination

Im Unterricht der 9. Klasse haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Textform "informierende Texte" auseinandergesetzt und eigene Texte zu selbst gewählten Themen verfasst. Hier präsentieren wir alle Arbeiten aus unserem Schreibprojekt. Von Recherche über Auswertung bis hin zum Verfassen des eigenen Textes für die Internetseite geschah alles in wenigen Unterrichtsstunden. Die Schüler erhielten dadurch die Möglichkeit die für ihren Abschluss wichtige Textform anhand von persönlich motivierenden Schwerpunkten anzuwenden und ihre Textkompetenz zu verbessern.

Hier findet ihr Links zu den einzelnen Texten:

Die Entwicklung der Hexen

von Melina S.

Eine Hexe stellt man sich wahrscheinlich als eine gruselige, hässliche und alte Frau vor, die Warzen im Gesicht hat und auf einem Besen fliegt. Ich möchte euch einige Informationen über Besonderheiten, Fähigkeiten und Veränderungen der Hexen von früher und heute mitteilen. Zum Schluss erkläre ich euch warum Hexen so faszinierend sind.

 

Früher galten alle Frauen, die sich mit Kräuterkunde auskannten, Warzen hatten oder rothaarig waren als Hexen. Die Kirche und eine Gruppe von Hexensuchern verfolgte ,,die Hexen'' , um sie zu foltern oder auf einem Hexenhaufen bzw. Scheiterhaufen zu verbrennen. Man sagte auch, dass Hexen auf Besen geflogen seien. Man sagte Ihnen weiterhin nach, dass sie verschiedene Zauber ausüben konnten. Hierzu einige Beispiele:

 

Wetterzauber: Bei diesem Zauber sollten Hexen durch das Benutzen von Ruten, Kieselsteinen oder Sieden bestimmter Zutaten im Hexenkessel das Wetter beeinflussen können.

Hexenflug: Um auf einem Besen fliegen zu können, schickten sie ihren Geist auf einen Besen oder einem Krafttier wie z.B. dem Raben oder der schwarzen Katzen. Damit Hexen sich in ein Tier verwandeln können, benutzten sie einen Zaubergürtel oder eine Salbe aus dem Fett des Tieres, in das sie sich verwandeln wollten.

 

Wichtig bei der Durchführung eines Zaubers war der Bewusstseinszustand oder auch Siod genannt. Dabei gelangten Hexen durch Auftragen von Hexensalbe oder das Tanzen zu Trance führenden Rhythmen, wie dies auch einige heidnische Völker tun.

 

Heute sieht das alles etwas anders aus: Hexenverfolgungen und Vorstellungen sind nach wie vor in vielen Teilen der Welt aktiv, wie  z.B. in Westafrika. Der Hexenbegriff hat dennoch im europäisch- amerikanischen Kulturraum eine grundlegende Wandlung durchgemacht: Durch die alternative Szene und die Frauenbewegung. Ganz wichtig ist die ursprünglich heidnische Religion der Hexen Wicca, die in der USA viele Anhänger hat .Heute gelten Hexen als normalaussehende Menschen. Sie werden nicht mehr verbrannt und in Form von Figuren wie Bibi Blocksberg als nette, witzige und normalaussehende Hexen dargestellt. Bekannte Hexen sind die Hexen von Salem, die durch die im Jahre 1692 stattgefunden Hexenprozesse bekannt wurden.

 

Meiner Meinung nach existierten Hexen nie, sondern lediglich sehr schlaue Frauen, die sich gut mit Kräuterkunde auskannten. Ich denke das Ganze war eine Verschwörung der Kirche, damit die Leute, die krank waren, zu ,,Gott gingen ". Ich glaube nicht an Magie.

Die Wirkung von Drogen im Gehirn

von Carina T.

Viele Jugendliche und Erwachsene konsumieren Drogen, ohne überhaupt zu wissen, was für eine Auswirkung das auf ihr Gehirn hat. Drogen wirken in dem „Belohnungszentrum“ unseres Gehirns, im Limbischen System. Dort werden eingehende Informationen - alles was man z.B. sieht, hört, tastet oder riecht - bewertet. Dabei entstehen Gefühle wie Glück, Freude, unter anderen auch Trauer, Wut oder Ärger. Das Limbische System ist eine Funktionseinheit und dient zur Verarbeitung von Emotionen und Entstehung von Triebverhalten. Lebens- oder arterhaltende Erfahrungen wie Essen, Trinken oder Sex werden positiv bewertet. Dadurch fühlt man sich zufrieden, entspannt und eventuell glücklich, wenn man z.B. satt ist. Diese Erlebnisse werden im Gehirn gespeichert. Ein Lernprozess hat dadurch stattgefunden und positiv bewertete Erlebnisse wollen wiederholt werden.

 

Je häufiger ein Erlebnis als glücklich empfunden wurde, desto gefestigter ist diese emotionale Verbindung. Es reicht eigentlich schon die Erwartung eines Ereignisses, z.B. ein Treffen mit einer Person, die einem nahesteht oder das Lieblingsessen und der Körper schüttet körpereigene Morphine (Endorphine) aus. Dadurch wird die erwartete Emotion zu einer Motivation, ein Ereignis anzugehen.

 

Wird das Limbische System gereizt, schüttet es verschiedene Botenstoffe (Neurotransmitter) aus. Bei positiven Erlebnissen und Glücksgefühlen wird beispielsweise vermehrt Dopamin als Botenstoff ausgeschüttet. Drogen wie z.B. Kokain greifen quasi künstlich in dieses Belohnungssystem ein, in dem sie zum Beispiel die Ausschüttung von Dopamin herbeiführen. Bei einem regelmäßigen Drogenkonsum kommt es dann zu einer übermäßigen Dopaminausschüttung, so dass das Gehirn mit diesem Botenstoff überhäuft wird. Wird also eine Droge häufiger konsumiert und ist die Wirkungserfahrung als positiv abgespeichert worden, möchte man die Wirkung immer wieder herstellen. Allerdings ist es nicht die Droge selbst, die anziehend wirkt oder abhängig macht, sondern vielmehr der Gefühls- oder Bewusstseinszustand, der durch die Drogen hervorgerufen wird.  

Ein häufiger Drogenkonsum verändert den körpereigenen Stoffwechselprozess. Das Gehirn reagiert weniger auf normale positive Reize mit der Ausschüttung von Dopamin. Dagegen verlangt es immer mehr nach der Droge. Nach einer Toleranzsteigerung werden immer mehr Drogen benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Lässt die Wirkung der Droge nach, kommt es zu einem negativ erlebten psychischen Entzug (beispielsweise Depressionen, Angst). Es entsteht ein ausgeprägtes Verlangen nach der Droge. Die Veränderung des körpereigenen Stoffwechsels kann so weit fortschreiten, dass der Körper die Droge benötigt, weil er ohne die Substanz selbst oder die gewohnte Menge der Droge nicht mehr richtig arbeitet. Fehlt dem Körper die Droge, oder ist er nicht in der notwendigen Menge vorhanden, kommt es zu Entzugserscheinungen wie z.B. Schwitzen, Zittern, Übelkeit oder Schmerzen. In diesem Fall liegt eine physische Abhängigkeit vor.

 

Um das nochmal zu verdeutlichen, beschreibe ich nochmals die Wirkung der einzelnen gängigen Drogen:

 

THC – Beeinflusste Hirnregionen Amygdala und Nucleus accumbens. Es bindet sich an Cannabinoid-Rezeptoren auf unseren Nervenzellen und verändert die Kommunikation über das gesamte Gehirn. Die Amygdala regelt Angst und Emotionen. Dies kann zu Paranoia führen. Der Nucleus accumbens führt zur Zufriedenheit. THC mindert zudem Schmerzen und Übelkeit, indem es Signale von  sensorischen Nerven ans Gehirn verhindert.

 

Kokain – Beeinflusste Hirnregionen Präfrontaler Cortex (PFC; ein Bereich im Frontlappen) Eigentlich trägt Dopamin, ein Botenstoff im PFC, Signale zwischen Neuronen hin und her und bindet sie an Zellrezeptoren, bis sie abtransportiert werden. Aber Kokain hält das Dopamin an Ort und Stelle. Dopamin überschwemmt somit das Gehirn und das führt zu starker Euphorie. Regelmäßiger Konsum ändert die gesamte Dynamik im PFC, dem Zentrum für Entscheidungen im Gehirn, sodass es nur noch schwerer für uns wird, der Stimulierung zu widerstehen.

 

Batmans Joker

von Duygu G.

Liebe Leserinnen und Leser, 

heute werde ich euch über Batman und Joker informieren, über die Charaktereigenschaften, Kräfte und ihre Geschichte. Wir fangen an mit der Frage:  Wer ist Batman? Batman beschützt die Unschuldigen und greift dort ein, wo die Polizei hilflos ist. Er ist ein Phantom, ein Schatten, der auf Verbrecherjagd geht. Er ist ausgerüstet mit den modernsten Waffen-Ausrüstung , die er an seinem Anzug bei sich trägt. Er ist durchtrainiert, Meister verschiedenster Material-Arts-Techniken, Streiter für das Gute und schlauer als zehn Füchse zusammen.

 

Seine Schwächen machen ihn verwundbar und damit menschlich. Zu seinen positiven Charakterzüge gehören: Entschlossenheit und Mut, doch er hat auch negative Seiten: er ist verschlossen, mürrisch sowie oft humor- und skrupellos. Seit über 70 Jahren streift Batman nun durch Gothams Strassen, um Gauner dingfest zu machen. Zum Zeitpunkt des Todes von Batmans Eltern, ist Bruce Wayne gerade mal acht Jahre alt. Um seinen Schwur, seine Eltern zu rächen, einlösen zu können, muss er sich zuerst zum Batman entwickeln. Jahrelange physisches Training und Studien in Kriminologie, Forensik, Biologie, Chemie sowie Ingenieurwesen waren dazu erforderlich. Doch blanke Rache allein ist es nicht, die Batman antreibt. Sonst würde er den Mörder seiner Eltern einfach töten, stattdessen sagt er allen Verbrechern in Gotham City den Kampf an, um solche Tragödien, wie sie seinen Eltern und ihm widerfuhren, zu verhindern. Bei seiner selbst auferlegten Aufgabe, alle Verbrecher Gothams aufzuhalten und hinter Schloss und Riegel zu bringen , handelt er eigenmächtig . Keine staatliche Instanz, sagt zu ihm, dass er das machen soll, deshalb wird er auch immer wieder von der Polizei verfolgt. Nicht alle in Gotham sind mit der Mission von Batman einverstanden und sehen ihn eher als Verbrecher denn als Held.

 

Batmans Gegner sind zahlreich, aber der gefährlichste unter ihnen ist Joker. Er ist Batmans hartnäckigster und unverbesserlichster Gegner, da seine Weltanschauung mit jener von Batman nicht vereinbar ist. Doch beide haben eine Gemeinsamkeit: beide haben eine Pyschose. Bruce Waynes Eltern wurden vor seinen Augen erschossen, der Joker verlor in einer Nacht seine Frau und sein Kind und sein Körper wurde durch ein Chemiekalienbad entstellt. Während Batmen versucht, das Gute der Welt wiederherzustellen, sagt Joker "Ja" zu Chaos. Das Chaos befreit ihn von allen Ängsten und ihm unbegrenzte Handlungsfreiheit verleiht.

 

Der Joker ist ein Zyniker (Verräter) und Batman ist dagegen ein Idealist (Vorkämpfer). Der Joker wiederholt immer wieder, dass er den Kampf mit Batman braucht, da er gleich stark sei. Deswegen hat er auch vor, Batman zu töten. Jener tötet den Joker nicht, weil das gegen seinen Moralkodex verstoßen würde. Einige sprechen gegen eine Vorbildfunktion Batmans, wegen seinem Hang zu Selbstjustiz und dass er einen neunjährige Jungen zur menschlicher Waffe ausbildet. Und dass er es liebt, auf Verbrecherjagd zu gehen und sie nach Strich und Faden zu verprügeln.

 

Doch Batman hat auch vorbildliche Züge: er hat es geschafft seine Rachsucht zu sänken und seine Fähigkeiten zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen. Seine Kraft, nicht in Verzweiflung einzusetzen, sondern dagegen anzukämpfen, beweist er, dass gewöhnliche Menschen dazu fähig sind, über sich selbst hinauszuwachsen. Er ist nicht perfekt und hat viele Ecken und Kanten.

 

Weiter zum Joker: er sieht aus wie ein Clown, mit weißer Haut, dunklen, geschminkten Augen, grünen Haaren und einem breiten fiesen blutroten Mund. Er ist krankhaft, ihm liegt nichts an Geld oder Macht, sondern an der Verbreitung von Chaos. Er geht skrupellos mit den Menschen um, so missachtet er sämtliche sozialen Normen. Er wirkt gefühllos, ist für jede kriminelle Handlung bereit und ist besessen von Batman. Wie schon geschrieben will er dabei nicht den Tod von  Batman , er will das Katz-und-Maus Spiel und scheint süchtig danach . All das zeigt eine dissoziale Persönlichkeitsstörung vom Joker. Die Krankheit erkennt man daran, wenn jemand ständig soziale Normen missachtet und seine Ziele rücksichtslos durchsetzt. Man hat ein mangelndes Einfühlungsvermögen und keine Schuldgefühle oder Verantwortungsbewusstsein, wenn man Anderen Schaden zufügen. Vielleicht leidet Joker daran, weil sein alkoholkranker Vater die Mutter mit einen Messer getötet hat und weil sein Vater, Jokers Gesicht nicht ertragen konnte, schnitt er ihm ein Lächeln ins Gesicht. Die Familiensituation hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob sich eine antisoziale Persönlichkeitsstörung entwickelt oder nicht. Das familiäre Umfeld muss nicht Auslöser sein, kann aber ein Teilaspekt sein. Anzeichen für eine dissoziale Persönlichkeitsstörung sind :


• soziale Gefühlslosigkeit 
• Bereitschaft zur kriminellen Verhalten 
• Missachtung sozialer Normen (Gesetze)
• fehlendes Schuldbewusstsein 
• Spielsucht 
• Alkoholsucht 
• andere Suchtverhalten 


Das alles passt zum Joker. Mit der Spielsucht ist gemeint, dass er süchtig ist nach dem Spiel mit Batman. Außer der Alkoholsucht trifft alles zu. Er verfügt über eine ausgeprägte Aggressivität und wahnsinnige Vorstellungen, er ist gefühlskalt, verantwortungslos zu seinen Mitmenschen, mögliche Konsequenzen sind ihm egal, er hält sich nicht an Gesetze, ist kriminell und gewalttätig, ist sich keiner Schuld bewusst, betrügt und manipuliert, nimmt eine unnatürliche Gestalt an (Clown) und Geld und Macht sind ihm nicht wichtig .